In München unterstützt die Mietergewerkschaft die Bewohner des studentischen Wohnheims „UNIty ß“ bei Ihrer Organisierung. In dem Block funktioniert seit geraumer Zeit die Internetverbindung nur eingeschränkt. Außerdem berichten Mieter von Auseinandersetzungen mit dem Personal der Immobilienfirma vor Ort. Die Mietergewerkschaft hat Ende Januar eine erste Mieterversammlung initiiert. Auf dieser wurden neun Forderungen in einem offenen Brief an den Vermieter beschlossen:

  1. Respektvoller Umgang mit den Bewohnern vonseiten des Personals. Das bedeutet konkret: Kein Anschreien, keine Drohungen, keine Durchsuchung privaten Mülls.
  2. Feststellung und Beseitigung der Ursachen für die instabile Internetverbindung.
  3. Reparatur aller Waschmaschinen und Reparatur der Geldautomaten an den Waschmaschinen, sodass eine ordnungsgemäße Bezahlung möglich ist.
  4. Mehr Restmülltonnen für die Bewohner, um eine hygienische Entsorgung zu gewährleisten.
  5. Reparatur der Ventilatoren in den Räumen, um die Lärmbelastung zu reduzieren.
  6. Professionelle Beseitigung der Silberfische.
  7. Reparatur aller nicht funktionierenden Türklingeln.
  8. Öffnung der Gemeinschaftsräume (Badräume in Nr.86, Partyraum, usw.). Öffentliche Bekanntgabe bezüglich der Öffnungszeiten. Klare Regulierung der Raumnutzung.
  9. Einstellung der Praxis, Mängel erst nach Unterschreiben eines Schuldeingeständnisses zu reparieren.

Seit Mitte Mai hat sich der Vermieter sich bei vielen Bewohnern gemeldet und Mieterhöhungen angekündigt. Die Angemessenheit dieser Forderung ist angesichts der vielen ungelösten Probleme in der Siedlung mehr als fraglich. Alle Mieter der Siedlung, die sich aktiv wehren wollen, laden wir dazu ein, sich per Mail oder Telefon bei uns zu melden. Sobald sich eine kleine Gruppe an Aktiven gefunden hat, werden wir über weitere Schritte informieren.

Kontakt:
Maximilian Rathke
Tel: 069 / 9150-8981
E-Mail: maximilian.rathke(at)mietergewerkschaft.de